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Chamaeleo quilensis

Chamaeleo quilensis

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Chamaeleo quilensis






Verbreitung und Lebensraum:

In den Waldgebieten und Baumsteppen des südlichen und zentralen Afrikas
gehört Chamaeleo quilensis wohl zu den häufigsten Chamäleons. In seinem
großen Verbreitungsgebiet herrschen unterschiedliche Klimabedingungen.


Beschreibung:

Diese Chamäleon-Art wurde früher häufig importiert. Auf den ersten 
Blick fällt bei diesem Chamäleon der flache Hinterkopf mit den kleinen
Hinterhauptlappen auf. Die Haut besteht aus gleichgroßen Schuppen.
Man erkennt deutlich den Kehl-, Bauch- und Rückenkamm. An den 
Flanken sieht man einen hellen Streifen, der vom Kinn oder von den 
Achseln ausgeht. Die Grundfärbung ist grün. Die Maximalgröße wird mit 
knapp 25 cm angegeben. Die Männchen bleiben kleiner als die
Weibchen und haben einen Fersensporn. Falls man trotzdem unsicher ist, 
sollte man auch hier wieder auf die verdickte Schwanzwurzel beim 
erwachsenen Männchen achten.



Pflege und Zucht:

Die Tiere sollten unbedingt einzeln gehalten werden, da sie sehr 
unverträglich sind. Es kommt unter Lappenchamäleons, die 
zusammen gehalten werden, immer zu Beißereien, bei denen auch ernsthafte
Verletzungen entstehen können. Aber auch ohne körperlichen Kontakt 
muss man damit rechnen, dass die Weibchen bei stürmischer 
Annäherung eines Männchens in eine Art Akinese verfallen, ganz
schwarz werden und sich erst nach längerer Zeit wieder erholen. Der ideale
Terrarienstandort ist ein sonniger Platz, der dem Tier aber auch die 
Möglichkeit zum Aufsuchen schattiger Stellen gibt. Ein
Spotstrahler und Leuchtstoffröhren helfen ansonsten, geeignet 
Temperaturen, die tagsüber zwischen 25 und 32°C liegen und 
nachts auf 18-22°C sinken sollten, und geeignete Lichtverhältnisse zu schaffen.
Zur Durchlüftung sollte das Terrarium an einer Seitenfläche und dem
Deckel aus Fliegendraht bestehen.Der Bodengrund ist aus einem 
10 cm hohen Laub-Erde-Sand-Gemisch zusammenzusetzen. Eine
relative Luftfeuchtigkeit von 50-69% am Tage und 80-90% in der Nacht ist
angebracht und kann durch Überbrausen morgens und eventuell 
auch abends erreicht werden. Als Futter kann man alles Übliche
anbieten: Wachsmottenraupen, Grillen, Heimchen, Fliegen, Spinnen 
und Motten. Ihr Trinkbedürfnis stillen die Chamäleons im Regelfall beim
Übersprühen der Pflanzen, doch trinken sie gelegentlich auch
aus einer Schale. Zusätzlich tränkt man die Tiere zweimal in der 
Woche mit der Pipette. In der Paarungszeit, in der das Weibchen 
gelbe Flecken auf der grünen Grundfärbung zeigt, setzt man es 
zum Männchen. Das Weibchen reagiert entweder mit langsamer Flucht, 
oder es bleibt unter leichtem Drohen auf dem Ast sitzen. die 
Annäherung des Männchens erfolgt sehr stürmisch, oft unterlässt es
jede Balz. Die Paarung geschieht in der üblichen Weise und dauert 
insgesamt etwa 20 Minuten. Nach 
der Paarung legt das Weibchen nach ca. 30-50 Tagen zwischen 19 
und 58 Eier ab. Diese zeitigt man auf feuchtem Vermiculite bei 28°C 
in einem Brutkasten. Nach rund 10 Monaten schlüpfen die ca. 37 mm
großen Jungtiere. Die Hälfte ihrer Länge entfällt auf den Schwanz. 
Innerhalb von 2 Monaten kann sich die Körperlänge verdoppeln. 
Bei optimaler Ernährung und Pflege erreichen die Jungen bereits nach
drei Monaten eine Länge von 10 cm, nach 7 Monaten sind sie 15 cm 
groß! Nach etwa einem Jahr werden die kleinen Chamäleons geschlechtsreif. 
Auch beim Lappenchamäleon müssen die Kleinen
einzeln aufgezogen werden. Eine Tageshöchsttemperatur von 25°C
sollte nicht überschritten werden.Wie bei allen jungen Chamäleons
ist für eine ausreichende Vitamin- und Mineralstoffzufuhr zu sorgen.
Unsere Nachzuchterfahrungen beschränken sich auf die südafrikanische 
Form von Chamaeleo quilensis, die wir hier als Beispiel angeführt haben. 
Bei Tieren aus anderen Verbreitungsgebieten ist
wahrscheinlich eine andere Eizeitigungstemperatur erforderlich.



Quelle: Chamäleons (Drachen aus unserer Zeit)

W.Schmidt + K.Tamm + E.Wallikewitz

Natur und Tier Verlag, Matthias Schmidt