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Chamaeleo Calyptratus

Chamaeleo Calyptratus

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Das JemenChamäleon






Geschlechtsunterschiede



Für eine erfolgreiche Nachzucht des Jemenchamäleons ist unabdingbare
Voraussetzung, dass man die Geschlechter der Tiere mit Gewißheit
bestimmen kann. Glücklicherweise bereitet dies bei Chamaeleo calyptratus
keinerlei Probleme. Bereits bei frisch geschlüpften männlichen Jungtieren
kann man die Fersensporne an den Hinterfüßen auch mit vergleichsweise
ungeübtem Auge deutlich erkennen: Sie sehen aus wie kleine, nach hinten abstehende Höcker, die genau auf der Hacke sitzen. Im Lauf der Entwicklung kommt
dann noch die Färbung hinzu, und auch die Körperproportionen entwickeln sich unterschiedlich. Geschlechtsreife Männchen sind meist deutlich größer
als die Weibchen und besitzen einen etwa doppelt so hohen Helm und
stärker ausgeprägte Kämme. Aber auch die primären Geschlechtsmerkmale
sind deutlich erkennbar. Bei den Männchen fällt auf, dass die Schwanzwurzel
leicht verdickt ist, was man beim Betrachten von der Seite und von oben gut
erkennen kann. Dort befinden sich, in Hauttaschen verborgen, die Hemipenes,
von denen jeweils einer zur Paarung durch die Kloakenöffnung herausgeschoben
wird. Die Weibchen hingegen weisen einen sich bis zum Ende gleichmäßig verjüngenden Schwanz auf.



Balz und Paarungsverhalten



Zum Fortpflanzungsverhalten gehören das Balzritual und die
eigentliche Kopulation. Wie bereits im Kapitel "Aktivität und Verhalten"
beschrieben, "begrüßt" ein Chamäleonmännchen einen Artgenossen durch
Nickbewegungen; anhand der Erwiderung erkennen die Tiere einander.
Weibchen reagieren auf dieses Nicken meistens zuerst einmal gar nicht.
Sofort beginnt das Männchen daraufhin mit der Balz. Dafür legt es sein
schönstes Farbkleid an und flacht die Seiten weit ab, um dem Weibchen die
größtmögliche Breitseite zu präsentieren. Das Männchen nähert sich nun unter
schaukelnden und nickenden Bewegungen, wobei es sich abwechselnd aufbläst
und die Breitseite präsentiert. Diese Annäherung erfolgt immer auf eine für Echte
Chamäleons eher etwas zögerlich anmutende Weise. Ist das Weibchen nicht
paarungsbereit, so wechselt es seine Grundfärbung in ein dunkles Braun bis
Schwarz, führt mit dem Kopf leichte Pendelbewegungen aus und läuft davon.
Unerfahrene Männchen versuchen oft, das Weibchen einzuholen, woraufhin
dieses sich umdreht und das Männchen verbeißt. Die Männchen des
Jemenchamäleons besitzen zumindest eine gewisse Beißhemmung gegenüber
den Weibchen, denn werden sie wie in der oben geschilderten Situation bedroht,
so wehren sie sich nur defensiv mit gezielten Stößen von Kopf und Helm. Ist
das Weibchen jedoch paarungsbereit, so beachtet es das Männchen auch
weiterhin gar nicht und läuft nur langsam seines Weges. Sobald das
Männchen das Weibchen eingeholt hat, versucht es dieses durch einige
leichte Stöße mit dem Helm in die Seite am Weiterlaufen zu hindern.
Anschließend klettert es von hinten auf das Weibchen, woraufhin dieses
seinen Schwanz ein wenig in die Höhe hebt. Dann schiebt das Männchen seine Kloakenöffnung unter die des Weibchens. Die Kopulationsdauer
beträgt in der Regel etwa zwischen drei und 30 Minuten. Häufig paaren
sich die Tiere mehrmals täglich, teilweise auch an bis zu vier Tagen
hintereinander. Die Paarungsbereitschaft der Weibchen tritt erstmals
kurz nach Erreichen der Geschlechtsreife ein und dauert dann ein bis zwei
Wochen an. Später setzt sie je nach Haltung zwischen drei und zehn
Wochen nach der letzten Eiablage ein. Insgesamt lässt sich sagen,
dass das Balz- und Paarungsverhalten des Jemenchamäleons sehr
differenziert ist und es noch viel zu entdecken gibt, insbesondere wenn
man die Möglichkeit hat, Beobachtungen in der freien Natur zu machen. In
der Terrarienpraxis setzt man, soweit die Tiere einzeln gepflegt werden, zur
Paarung immer das Weibchen in das Terrarium des Männchens. Im
umgekehrten Fall würde sich das Männchen erst einmal orientieren müssen,
bevor es zur Balz und zur Paarung schreitet, was unter Umständen sehr
lange dauern kann. Während der ganzen Zeit dieser Vergesellschaftung
sollte man dabei bleiben, um bei womöglich auftretenden Beißereien
eingreifen zu können. Noch ein Punkt muss man an dieser Stelle kurz
angesprochen werden. Wer seine Echsen möglichst artgerecht pflegen
will, wird versuchen, die Anzahl der Gelege pro Jahr zu begrenzen.
Dies ist aber leichter gesagt als getan, denn aus noch nicht geklärten
Gründen produzieren die Weibchen auch weitere Gelege, ohne sich
erneut zu paaren. Dies Spermaspeicherung ( auch Vorratsbefruchtung
oder Amphigonia retardata genannt ) sorgt dafür, dass diese weiteren
Gelege zumindest zum Teil befruchtet sind. Soweit eigentlich so gut,
doch zeigt sich in der Praxis, dass die Weibchen bei Eiablagen ohne
vorher stattgefundene Paarung eher zur Legenot neigen ( hierunter
versteht man, dass ein hochträchtiges Weibchen aus irgendwelchen
Gründen nicht in der Lage ist, die Eier abzusetzen ) und dadurch möglicherweise
sterben. Dies gilt gerade für junge Weibchen, bei denen die Eibildung erstaunlicherweise nicht durch eine Paarung ausgelöst wird.



Eiablage, Trächtigkeit und Schlupf



Hat die Paarung zu dem gewünschten Erfolg geführt, zeigen die Weibchen einen enorm gesteigerten Appetit und müssen besonders reichhaltig und möglicht hochwertig ernährt werden. Insbesondere auf eine ausreichende Versorgung mit
Vitaminen, Mineralstoffen und bestimmten Aminosäuren ist zu achten.
Dafür wird ( wie üblich ) das gesamte Futter immer gut mit Korvimin ZVT
oder einem ähnlichen Präparat eingestäubt, und zusätzlich erhalten die
Tiere einmal pro Woche etwa fünf Multimulsin N direkt ins Maul getropft.
In der ersten Zeit der Trächtigkeit nehmen die Weibchen schnell an
Körperumfang zu. Spätestens eine Woche vor der Eiablage, oft aber früher,
reduziert sie die Nahrungsaufnahme oder stellen sie sogar ganz ein. Dies ist
bei gut ernährten Tieren kein Problem, doch kann es bei Weibchen, die
durch zahlreiche Eiablagen bereits ausgelaugt oder allgemein in einem
schlechten Ernährungszustand sind, zu Schwierigkeiten führen.
Sicherheitshalber erhalten diese Chamäleons daher ein hochwertiges und
leichtverdauliches Futtertier zwangsgefüttert. Bewährt haben sich
insbesondere frischgeborene Mäuse, von denen etwa alle 2 Tage eine gereicht
wird, bis die Weibchen wieder von selbst fressen. Trächtigen Chamäleon
sollten einzeln im Terrarium gehalten werden!. Stimmt der Zeitpunkt so fangen
sie Weibchen an zu Graben, man sollte im Terrarium eine bis zu 15- 20 cm hohe Substrat schicht haben. Wenn die Weibchen die Ablagestelle genommen haben, vergraben die Weibchen ihre Eier am Ende des Ganges im Bodengrund. Die Dauer der Trächtigkeit ist abhängig von den Haltungsbedingungen und der Nahrung, sie beträgt im
Schnitt 20- 30 Tag. Nach der Eiablage verschließt das Weibchen die ausgehobene Höhle wieder sehr sorgfältig. Anschließend stampft es den Bodengrund darüber
sogar regelrecht fest. Die weichschaligen Eier, sollten auch die des
Jemenchamäleons immer sofort aus dem Terrarium entnommen werden.
Bei der Entnahme der Eier sollte man äußerst vorsichtig vorgehen. Das
Gelege des Weibchens kann zwischen 12 und 85 Eiern betragen. Nach
120 bis 280 Tagen abhängig der Temperatur und der Substratfeuchte, ist
es dann so weit: der Schlupf kündigt sich meist durch "Schwitzen " der Eier an. 



Terrarientechnik




Man benötigt für ein Jemenchamäleon Terrarium je nach Größe ca. einen Halogenstrahler ( Reptispot ) sowie eine UV-Röhre und wenn die Möglichkeit besteht einen Osramvitalux Bestrahlungslampe. Sorgen sie für eine ausreichende Belüftung und eine Tagestemperatur von 28 - 32 °C ( 35 °C unter Strahlern ); nachts klein sollte die Temperatur bei 18 - 25 v°C liegen. Verwenden sie als Substrat Sand und Torf. Sprühen sie morgens etwas Wasser,
so das die rF bei 50 - 70% liegt. Dadurch kann man von April bis September eine Regenzeit imitieren. 



Einzelhaltung oder Vergesellschaftung?



Das Jemenchamäleon ist von Natur aus ein ausgeprägter Einzelgänger, lassen sie niemals 2 Männchen mit einander vergesellschaften. Man sollte nur ein Männchen mit einem oder mehreren Weibchen zusammen gepflegt werden.



Ernährung des Jemen Chamäleons



Chamäleons gelten als lauer Jäger ( sit-and-wait ), doch stimmt dies genaugenommen nur
zum teil, die Tiere gehen besonders in den frühen Morgen- und Abendstunden aktiv auf
die Nahrungssuche. Diese Art ernährt sich vor allem von tierischer Nahrung. Jungtiere und trächtige Weibchen fressen 5 - 10 Beutetiere pro Tag. Manchmal verzehren die Tiere auch Blätter, Blüten, Früchte, Datteln und Feigen. Das Jemenchamäleon braucht viel Vitamin A. Geben sie deshalb den Grillen einige Stunde vor der Verfütterung geraspelte Möhren.



Krankheiten



Leider hat der Satz " ein Krankes Chamäleon ist immer schon fast ein todes " für jeden Terrarianer sollte es daher oberstes Ziel sein, durch Artgerechte Haltung, gesunde und ausgewogene Ernährung sowie sorgfältigen Umgang mit den Tieren Krankheiten zu vermeiden.

P.s. : Bei Erkrankungen oder mit Problemen, empfielt sich sofort zu einem Tierarzt zu gehen!!!.